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Political Content Automation

Politische Content-Automatisierung

Ein Mandat produziert jede Sitzungswoche Material, das nie ein Publikum erreicht. Wir bauen die Strecke, die daraus laufend Content macht — und zwar innerhalb der Grenzen, die Abgeordnetengesetz, DSGVO und EU AI Act ziehen.

Das eigentliche Problem ist nicht Reichweite, sondern Nachschub

Ein Bundestagsmandat erzeugt pro Sitzungswoche mehrere Stunden verwertbares Material: Plenarreden, Ausschussbeiträge, Interviews, Wahlkreistermine, Bürgersprechstunden. Der weit überwiegende Teil davon wird nie geschnitten und nie veröffentlicht. Nicht aus Unwillen, sondern weil im Büro niemand sitzt, dessen Aufgabe das wäre.

Wo doch produziert wird, hängt alles an einer Person. Fällt sie aus oder wechselt sie, endet der Kanal — und mit ihm die Reichweite, die über Monate aufgebaut wurde. Das ist der Normalfall in deutschen Abgeordnetenbüros, nicht die Ausnahme.

Dazu kommt eine Rechtslage, die nicht optional ist. §55 AbgG trennt Mandatsarbeit von Parteiarbeit, mit Folgen für die Personalpauschale und für die Frage, wer welchen Post bezahlen darf. Seit dem 2. August 2026 gilt zusätzlich Art. 50 EU AI Act: KI-generierte oder -manipulierte Inhalte zu Themen öffentlichen Interesses müssen gekennzeichnet werden. Wer automatisiert produziert, ohne das mitzubauen, produziert ein Risiko mit.

Wie wir das aufsetzen

  1. 01

    Rechtsrahmen klären, bevor Technik gebaut wird

    Zuerst wird festgelegt, was Mandatsarbeit ist und was Parteiarbeit, wer Betreiber der Accounts ist und was bei Mandatsverlust mit ihnen passiert. Ohne diese Trennung ist jede spätere Abrechnung angreifbar — und der Bundesrechnungshof prüft sie.

  2. 02

    Quellen anbinden

    Plenarprotokolle und Mediathek-Mitschnitte des Bundestags, eigene Aufnahmen aus dem Wahlkreis, Interviews, Pressemitteilungen. Was ohnehin entsteht, wird zur Rohstoffbasis — es muss nichts zusätzlich inszeniert werden.

  3. 03

    Reden in verwertbare Einheiten zerlegen

    Eine Rede wird transkribiert und entlang der Argumente segmentiert. Bewertet wird nach Verwertbarkeit: klare These, in sich verständlich, ohne sinnentstellende Verkürzung. Ein Ausschnitt, der die Aussage verdreht, ist politisch teurer als kein Ausschnitt.

  4. 04

    Produzieren im festen Format

    Schnitt, Untertitel, Namensinsert, Format für Hoch- und Querformat. Politisches Publikum erkennt Kanäle an Wiederholung, nicht an Abwechslung — deshalb bleibt das visuelle Korsett über Monate identisch.

  5. 05

    Compliance-Prüfung vor Freigabe

    Jedes Stück durchläuft eine Prüfung: korrekte Quellenlage, keine unzulässige Verkürzung, §55-Zuordnung sauber, Kennzeichnung KI-generierter Bestandteile gesetzt. Die Freigabe erfolgt durch einen Menschen aus dem Büro und wird protokolliert.

  6. 06

    Ausspielen und nachsteuern

    Veröffentlichung auf die Kanäle des Mandats, mit Timing an der parlamentarischen Nachrichtenlage statt an einem starren Redaktionsplan. Was Reichweite erzeugt hat, steuert die Auswahl der nächsten Woche.

Was Sie bekommen

  • Laufende Produktion aus Plenar-, Ausschuss- und Wahlkreismaterial — ohne zusätzliche Drehtermine
  • Saubere Trennung von Mandats- und Parteiarbeit nach §55 AbgG, dokumentiert und prüffest
  • Kennzeichnung nach Art. 50 EU AI Act, verbindlich seit dem 2. August 2026
  • Wahlkreis-Targeting innerhalb der DSGVO, ohne unzulässige Profilbildung
  • Ein Betrieb, der nicht an einer einzelnen Person hängt und bei Personalwechsel weiterläuft
  • Klärung der Account-Inhaberschaft für den Fall des Mandatsverlusts

Häufige Fragen

Darf die Personalpauschale für Content-Produktion eingesetzt werden?

Für Mandatsarbeit ja, für Parteiarbeit und Wahlwerbung nicht. Die Abgrenzung entscheidet sich am Inhalt des einzelnen Beitrags, nicht am Kanal. Genau deshalb legen wir die Zuordnung vor dem Aufbau fest und dokumentieren sie pro Beitrag, statt sie im Nachhinein zu rekonstruieren.

Müssen KI-erstellte Beiträge gekennzeichnet werden?

Seit dem 2. August 2026 gilt Art. 50 EU AI Act unmittelbar. Für synthetische Bild-, Audio- und Videoinhalte besteht eine Offenlegungspflicht; für KI-generierte Texte zu Themen öffentlichen Interesses ebenfalls — außer der Text wurde einer menschlichen redaktionellen Prüfung unterzogen. Politische Kommunikation fällt praktisch immer unter „öffentliches Interesse“. Wir setzen die Kennzeichnung deshalb als festen Bestandteil der Pipeline auf.

Erkennen Wähler, dass automatisiert produziert wurde?

Sie sollen es erkennen können — das verlangt das Gesetz. Was sie nicht sehen sollen, ist ein Qualitätsabfall. Der Inhalt stammt aus echten Reden und Terminen; automatisiert ist das Schneiden, Untertiteln und Ausspielen, nicht die politische Aussage.

Arbeiten Sie für jede Partei?

Wir arbeiten für demokratische Fraktionen, Mandatsträger und Kampagnen. Aufträge, die auf Desinformation, Täuschung über die Urheberschaft oder verfassungsfeindliche Zwecke zielen, nehmen wir nicht an.

Wie schnell ist die Strecke einsatzbereit?

Rechtsrahmen und Formatdefinition brauchen typischerweise zwei bis drei Wochen, der technische Aufbau läuft parallel. Erste veröffentlichte Beiträge gibt es in der Regel innerhalb des ersten Monats, den stabilen Takt ab dem zweiten.

Weiterlesen in der Wissensbasis

Für Fraktionen, Abgeordnetenbüros und Kampagnenteams

Im ersten Gespräch klären wir, welches Material bei Ihnen bereits anfällt und was daraus realistisch pro Sitzungswoche entstehen kann — inklusive der rechtlichen Punkte, die vorher geklärt sein müssen.

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